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Facebook Marktplatz – die logische Erweiterung der Plattform

Was haben Shpock, eBay, Fancy und Amazon gemeinsam? Richtig – sie werden allesamt gerade von Facebook quasi angegriffen. Das Flaggschiff der Social Media Plattformen hat angekündigt einen plattformeigenen Marketplace zu launchen. Und ebenso, wie ich bereits vor knapp 5 Jahren in diversen Vorträgen und Seminaren (einige von euch werden sich daran erinnern) diesen für Facebook logischen Schritt quasi „vorausgesagt“ habe, sage ich nun die logische Folge daraus, nämlich eine Schlacht um die Nutzer von Kleinanzeigendiensten und -plattformen voraus.

Wenn man den Zahlen von Facebook glauben darf, tummeln sich bereits jetzt mehr als 450 Millionen Nutzer in diversen Flohmarkt-Gruppen, die vor allem seit der Einführung der „verkaufen“-Aktion für Gruppen einen enormen Aufschwung erlebt hat. Derzeit noch mit Kinderkrankheiten ausgestattet, wird mit dem Rollout des Marktplatzes sichtlich daran gearbeitet, diese Verkaufsfunktionen zu professionalisieren.
In der Smartphone App wird dieser Marktplatz das sowieso schon überflüssige Messenger Icon ersetzen, stattdessen sieht man hier dann das „Store“-Icon im Stil einer Storefront (siehe Abb.).
fb_storefront_1
Der ohnehin schon mächtige Algorithmus wird nun dahingehend genutzt, um Nutzern ein einmaliges und personalisiertes Erlebnis bieten zu können. Greift Facebook dabei anfangs für Empfehlungen noch auf gelikte Seiten zurück, sollen nach und nach angesehene, ge- oder verkaufte Artikel dafür herangezogen werden. Aufgrund des Fülle an Informationen auf der eigenen Plattform und dem weltweiten Einsatz von Facebook-Serivces auf Webseiten, Stores usw. verspricht dies ein interessanter und (hoffentlich endlich mal) tatsächlich personalisierter Marktplatz zu werden.
Auch das Erstellen einer solchen Kleinanzeige ist denkbar einfach: einfach ein Bild hochladen (das kennen/können wir alle schon), Beschreibung, Preis und Standort hinzufügen und ab gehts. Der interessierte Käufer kann dann einfach per Direktnachricht auf der selben Plattform mit dem Verkäufer kommunizieren. Und das schönste daran: Facebook verlangt dafür keine Gebühren! Anbieter wie eBay, Amazon usw. schneiden ja bekanntlich an jedem Verkauf über die eigene Plattform mit…
Natürlich sind die Angebote nach Kategorien sortiert und werden – wie auch zB. bei Shpock – nach Entfernung zum eigenen Standort angezeigt. Somit bekommt man nicht nur personalisierte Angebote, sondern auch solche, die sich in seinem direkten Umkreis befinden, vorgeschlagen. Ein weiterer Vorteil gegenüber anderen Marktplätzen ist die Tatsache, dass Facebook im Gegensatz zu diesen relativ viele mehr oder weniger Aussagekräftige Profile hat, die es den Käufer erleichtern, sein Gegenüber abzuschätzen und ob sie mit ihm Geschäfte machen wollen. Besagte Mitbewerber bieten wenn, dann überhaupt nur sehr minimalistisch ausgestattete Profile an.
fb_storefron 2
Warum habe ich bereits vor 5 Jahren diesen Marktplatz vorausgesagt? Ganz einfach: Facebook ging schon mit den bereits im Jahr 2007 eingeführten Unternehmensseiten einen gewaltigen Schritt in Richtung Kommerzialisierung. Im Jahr 2011 waren mehr als 800 Millionen Nutzer auf Facebook aktiv (dh. haben sich zumindest 1 Mal innerhalb von 30 Tagen angemeldet), der ebenfalls im Jahr 2011 angekündigte Börsengang erfolgte dann Anfang 2012 – und damit war klar, dass Facebook seine Aktionäre irgendwann irgendwie zufriedenstellen musste. Verfolgt man Mark Zuckerberg und seine Beweggründe dieses Unternehmen zu führen, wird schnell klar, dass das nur auf diese Art geschehen konnte.

Bis dieser Marktplatz zu uns kommt, wird es erfahrungsgemäß zwar noch ein paar Monate dauern, aber dafür haben wir hier eben diese Monate noch Zeit, uns strategisch darauf vorzubereiten, um dann mit voller Kraft von Beginn an dabei zu sein.
Robert-P. Pelikan
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