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Abonnenten auf Instagram richtig aufbauen

Instagram kann aus Targeting-Sicht ein wirklich guter, um nicht zu sagen perfekter Visual-Marketing Channel für Ihr Unternehmen sein. Voraussetzung ist natürlich, dass man sich einerseits Gedanken über die Inhalte und Zielgruppe macht, andererseits auch dieser Kanal immer in einer unternehmenesweiten Strategie eingebunden ist.

In einer Studie aus dem Jahr 2013, die die Nutzung über mehrere Social Media Plattformen beobachtete, wurde festgestellt, dass Instagram jene Plattform mit der unter allen Plattformen größtmöglichen Engagement-Rate von über 25% ist. Abgesehen davon, dass soch dieser Umstand bis heute mehr als bestätigt haben dürfte, bedeutet es auch, dass Instagram als Hauptkanal für die Markenbildung herangezogen werden sollte.

Wie jedes andere soziale Netzwerk auch, kann man Instagram falsch, richtig oder einfach clever nutzen. Nachfolgden eine Übersicht der effektivsten Möglichkeiten, wie man Instagram in seine Marketing-Strategie einbinden kann, um eine relevante und halbwegs aktive Zahl an Abonnenten aufbauen kann.

Die richtigen Hashtags verwenden

Ihr Ziel auf Instagram und anderen sozialen Plattformen ist es, Ihre momentanen Abonnenten mehr einzubinden und neue hinzuzugewinnen. Neue und interessante Posts zu veröffentlichen hilft dabei, die erstgenannten zufrieden zu stellen. Für die zweite Gruppe ist es allerdings extrem wichtig, Hashtags zu nutzen und hier darauf zu achten, dass es die Richtigen für Ihre Marke sind. Aber welche Hashtags sollten Sie verwenden?

Wie auch auf Twitter und anderen Plattformen, die Hashtags unterstützen, bevorzugen Benutzer einige Hashtags vor anderen. Wenn Sie also die richtigen Tags bei Ihren Fotos nutzen, ist Ihre Chance, neue Nutzer zu erreichen wesentlich größer, als wenn nicht.

Die aktuell (zum Zeitpunkt dieses Artikels) Top 20 Hashtags auf Instagram lauten wie folgt:

  1. #fashion 204,650,430
  2. #friends 192,846,372
  3. #smile 172,317,266
  4. #like4like 152,514,611
  5. #instamood 150,414,380
  6. #family 135,224,349
  7. #nofilter 135,172,443
  8. #amazing 129,624,735
  9. #style 117,882,234
  10. #sun 110,210,187
  11. #follow4follow 100,642,898
  12. #tflers 97,466,336
  13. #beach 92,679,573
  14. #lol 90,565,774
  15. #hair 87,336,363
  16. #iphoneonly 83,963,448
  17. #cool 81,866,666
  18. #followforfollow81,522,053
  19. #webstagram 80,019,023
  20. #girls 78,786,526

Um eine größere Liste der Top-Hashtags zu sehen (zB. Top 50, Top 100 etc.), sollten Sie die tagesaktuelle Liste der Top Hashtags mit dem Tool Top Hashtags aufrufen.

Nun werden Sie – wenn Sie sich die Liste oben ansehen – soetwas ausrufen wie „Davon hat kein einziger Hashtag Bezug zu meiner Marke“. Korrekt. Hashtags zu verwenden ist eine Sache, die richtigen zu verwenden eine ganz andere. Populäre Hashtags wie jene in der obigen Liste sind gut für zusätzliche Likes und Kommentare, aber sie werden Ihnen in keinem Fall auf lange Sicht zu mehr Engagement, Abonnenten und vor allem Verkäufen verhelfen.

Wenn Sie Ihre geposteten Fotos mit den passenden Hashtags versehen wollen, müssen Sie die relevantesten Tags finden und verwenden. Dieser Schritt setzt eine korrekte Keyword-Suche voraus, um sicherzustellen, dass Ihre Hashtags nicht nur zu Ihrer Marke passen, sondern auch bei einer Suche auf Instagram auffindbar sind.

Um relevante Tags zu finden, können Sie den kostenlosen Dienst Iconosquare (vormals Statigram) oder Webstagram nutzen. Nachfolgend haben wir Webstagram benutzt, um die relevantesten, populärsten und meistgenutzen Tags für ein fiktives Unternehmen zu finden, welches sich mit Männermode und Accessoires für Männer beschäftigt.

Um das zu tun, müssen wir festlegen, was der Key Hashtag sein soll. Da wir international denken, sollte es schon in englischer Sprache sein – demzufolge wählten wir als erstes den Begriff #MensFashion aus. Mithilfe des Tools Webstagram haben wir so die folgende Liste an Top-Hashtags inklusive der Anzahl der geteilten Posts zu diesem Hashtag (Popularität) erstellt:

toptags_mensfashion

Am besten ist es, wenn Sie selbst ein paar Hashtags durchprobieren, um herauszufinden, welche Tags für Ihre Marke bzw. Ihr Unternehmen oder Ihre Produkte die passendsten sind. Gleichzeitg können Sie sich so auch Ihre eigene Hashtag-Liste aufbauen. Was Sie auf jeden Fall im Hinterkopf behalten sollten ist, dass Instagram eine Maximalanzahl von 30 Hashtags pro Foto erlaubt. Auch können Sie davon ausgehen, dass sich die Top Hashtags mit der Zeit ändern werden. Sie sollten also alle paar Wochen Ihre Abfragen erneut durchführen, um sicherzugehen, dass Sie immer die aktuellsten Tags verwenden.

Tipp 1: Wenn Sie einen Onlineshop haben (oder planen), sollten Sie diese Suchroutine regelmäßig für jedes Produkt und jede Produktkategorie durchführen, um immer die passenden Keywords bereit zu haben. Diese können Sie natürlich auch als Schlüsselwörter auf den betreffenden Seiten verwenden. Suchen Sie zwischen 10 und 15 Tags für die Produktkategorien und die 5 bis 10 populärsten Hashtags für jedes Produkt. Vergessen Sie nicht auf jene Hashtags rund um Ihre Marke.

Legen Sie sich Gruppen an – zB. Brand Keyword Hashtags, Produktkategorie Hashtags, Location Hashtags, Produkt Hashtags etc. Wir verwenden zur Speicherung das Tool Evernote, für jede Gruppe eine Liste. Zum Einen ist es eines der besten Tools für Zusammenarbeit im Team, zum Anderen ist es sehr einfach am Smartphone (für Instagram gibt es keinen Client am Desktop!) die gerade benötigten Hashtags aus der gerade benötigten Evernote-Notiz zu kopieren.

Wer seinen Job gut macht und vorab genügend Zeit in Research, Organisation und Zuordnung der Hashtags investiert, spart sich eine Menge Zeit und wird mit Engagement und neuen Abonnenten belohnt werden.

Tipp 2: Wenn sie schon eine Weile auf Instagram aktiv sind, bisher aber keine Hashtags verwendet haben und jetzt das Gefühl aufkommt, dass sie etwas versäumt haben: ärgern Sie sich nicht. Sie können immer noch zu jedem bereits geposteten Bild zurückgehen und dort die zutreffenden Hashtags entweder als Kommentar dazuschreiben oder den Beitrag einfach bearbeiten und diese Hashtags direkt in die Bildbeschreibung posten.

Verwenden der richtigen Filter

Hashtags sind nicht alles, worauf man achten sollte, wenn man auf Instagram aktiv ist. Die Instagram-Community reagiert auf einige Filter mit mehr Begeisterung, als auf andere. Wenn Sie hierauf Augenmerk legen, kann Ihnen die Verwendung des richtigen Filters alleine schon eines an Aktivität und ein paar Follower bringen.

Genau dieser Punkt wurde vor einigen Monaten in einer wissenschaftlichen Studie – durchgeführt von ein paar hellen Köpfen bei Yahoo Labs und GeorgiaTech –  überprüft, untersucht und ausgewertet. In dieser Studie wurden 7,6 Millionen Fotos auf den Plattformen Instagram und Flickr analysiert. Beantwortet werden sollte die Frage – neben jener, was der beste Filter ist – warum wir Filter benutzen und wie sich diese auf das Engagement auswirken. Ergebnis dieser Studie war, dass Fotos, die mit einem Filter versehen sind, signifikant höhere Engagementraten aufweisen als unbearbeitete. Wenn man den „richtigen“ Filter verwendet kann man dieser Studie zufolge seine Views um 21%, die Kommentare um fast 45% steigern.

Nicht weiter verwunderlich ist es auch, dass die Ergebnisse dieser interessanten Studie mit psychologischen Studien zur Farbgebung übereinstimmen. Warme Töne wie rot, orange und gelb können Erregung und Heiterkeit hervorrufen. Dies sind dieselben Farbtöne, die auch in der Studie von Yahoo Labs am besten abgeschnitten haben. Die Forscher haben auch herausgefunden, dass Filter mit erhöhter Sättigung nicht unbedingt die Aktivitäten erhöhen und auf alt getrimmte Fotos weniger Kommentare erhalten.

Was hilft Ihnen aber nun all diese Weisheit? Ganz einfach: Filter wie Mayfair, Rise, Valencia, Hefe und Nashville sind eine gute Wahl, wenn Sie Ihre Views, Likes und Kommentare maximieren wollen. Instagram muss dies bereits erkannt und übernommen haben, da die meisten der zuletzt hinzugefügten Filter – Lark, Slumber und Aden – einen Warm-gelb oder -rosa Farbton haben. Filter wie Lo-Fi und X-Pro II sind jedoch beide sehr hoch an Sättigung, sodass es bei diesen nicht so wahrscheinlich ist, eine große Anzahl an neuen Abonnenten zu bekommen.

Natürlich können diese Ergebnisse bei Ihnen selbst anders ausfallen. Diese Studie ist allerdings eine gute Hilfe, wenn man nicht weiß, wie man starten soll. Beobachten Sie daher laufen die von Ihnen eingesetzten Filter und das Engagement dazu. Auf Iconosquare können Sie sich das ganz einfach und kostenlos auswerten lassen.

iconosquare_filterimpact

Die richtigen Wochentage und Tageszeiten

Neben den richtigen Hashtags und den besten Filtern ist es mindestens ebenso wichtig, zur passenden Zeit zu posten. Dazu müssen Sie allerdings einige Zeit posten – am besten zu unterschiedlichen Zeiten. Beobachten Sie das Engagement im Hinblick auf die Wochentage und Tageszeiten, um herauszufinden, wann Ihre Abonnenten am aktivsten sind. Auch hier hilft Ihnen Iconosquare: im Statistikbereich erhalten Sie einen guten Überblick darüber, wie Ihre Community auf Ihre Posting-Gewohnheiten reagiert. Zu finden ist dies unter „Statistics > Optimization“ und sieht in etwa folgendermaßen aus:

iconosquare_postinghabits

Diese Auswertung Ihrer eigenen Posts gibt Ihnen auch Aufschluss über die besten Zeiten, ohne sich selbst lange damit auseinandersetzen zu müssen. Die dunklen Kreise am äußeren Rand des Diagramms zeigen jene Zeiten, zu denen Sie selbst normalerweise posten. Die grauen Kreise im Inneren der Grafik zeigen Ihnen die Zeiten an, an denen Ihre Abonnenten bei Ihren Fotos aktiv geworden sind. Je größer die Kreise, desto besser die Zeit – so einfach ist das.

Abonnenten vom Mitbewerb klauen

Einer der besten (und beliebtesten) Wege, um zu neuen und vor allem aktiven Abonnenten zu kommen, ist der allseits beliebte Follower-Klau. Und so funktioniert’s: finden Sie Ihren Mitbewerb auf Instagram und beginnen Sie, dessen Abonnenten in Gespräche zu verwickeln. Diese Leute haben bereits Interesse an einem Produkt Ihrer Branche gezeigt und Sie machen nichts anderes, als dem Account Ihres Mitbewerbers zu folgen. Eine Faustregel können Sie sich hierbei gleich merken: je mehr Arbeit Sie in das Engagement mit diesen Leuten legen, desto mehr werden Sie am Ende davon haben.

Grundsätzlich gibt es 3 Arten von Engagement auf Instagram:

  • Ein Profil abonnieren (folgen)
  • Liken von Fotos
  • Bei Fotos Kommentare hinterlassen

Natürlich sollten Sie soetwas nicht laufend machen und diese Vorgehensweise ist auch nur bedingt empfehlenswert. Allerdings ist die Kernaussage dieses Punktes schon eine essenzielle: je mehr Interaktion Sie mit Ihrer Community haben, desto besser ist dies für Ihren Account.

Gesponsorte Posts und Produkttests

Diese ganze Optimiererei ist gut und schön – wenn Sie allerdings wirklichen Eindruck hinterlassen wollen, müssen Sie schon größere Accounts mit einbinden, um mehr Nutzer zu erreichen. Aber wie geht das?

Zuallererst: im Gegensatz zu den bisher oben aufgezählten Strategien ist diese hier nicht kostenlos. Allerdings ist es – richtig durchgeführt – ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Zuerst sollten Sie sich eine Liste von reichweitenstarken Accounts in Ihrer Branche machen. Haben Sie ein Beauty-Produkt, sollten Sie sich vielleicht nach einflussreichen Beauty-Bloggern umsehen. Im besten Fall folgen Sie diesen Accounts bereits. Wenn nicht, finden Sie sie und folgen Sie ihnen. Auch hier ist ein Tool sehr hilfreich: Webstagram. Gehen Sie dabei genauso vor, wie bei der Keywordsuche. Die Suchergebnisse werfen Ihnen nicht nur die Top Hashtags aus, sondern zeigen Ihnen auch, wer die Top Instagramer sind, die diese Tags verwenden.

Ausschau sollten Sie nach 2 Kriterien halten: 40.000 bis 400.000 Follower und einer eMail-Adresse in der Bio. Warum die eMail? Ganz einfach: hat jemand seine eMail-Adresse in der Profilbeschreibung stehen, kann man davon ausgehen, dass diese Person offen für gesponsorte Beiträge ist. Sie sollten nun die Inhaber dieser Accounts um eine Preisauskunft für diese Art der Werbung bitten. Die Preise variieren hier sehr stark, je nach Followeranzahl und Ausrichtung. Wenn Sie ein einzigartiges Produkt haben, können Sie auch Testmuster an diese User verschicken.

Tipp 3: Behalten Sie aber immer im Hinterkopf: diese Leute haben viel Zeit in Ihre Accounts investiert, um so weit zu kommen. Honorieren Sie dies monetär und lassen Sie sich keinesfalls von anderen einreden, dass Inhaber solcher Accounts für lau arbeiten. Sie nutzen fremde Reichweite für Ihr Produkt – die Inhaber dieser Accounts sind Ihr Bindeglied zu neuen Kunden. Behandeln Sie sie auch so!

Sie sollten auch beachten, dass es in den wenigsten Fällen mit einem Mal getan ist. Marketingaktionen dieser Art sollten über längere Zeiträume mit einer überschaubaren Zahl an Partnern (Blogger) gemacht werden.

Tipp 4: Sollten Sie Interesse an Blogger-Relations dieser oder ähnlicher Art haben, legen wir Ihnen unser Produkt streambase.co nahe: wir kümmern uns dabei darum, die passenden Blogger für Sie zu finden, übernehmen die Planung, Koordination, Administration und auf Wunsch auch die Budgetierung. Fragen Sie einfach an!

Fazit

Wie auch immer Ihre Strategie aussehen soll: vergessen Sie dabei nie, dass Zahlen nur eine untergeordnete Rolle spielen. Das Wichtigste – egal, auf welcher Social Media Plattform – ist immer: bleiben Sie authentisch und handeln Sie sozial. Wenn Sie dabei Unterstützung benötigen – kontaktieren Sie uns einfach hier; wir freuen uns auf Sie!

Robert-P. Pelikan
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